Der Fluch von Novgorod

Wenn man in einem Freizeitpark an einer der Attraktionen anstehen muss, kann das schon mal langweilig werden. Beim Fluch von Novgorod muss man natürlich auch schon mal etwas warten. Langweilig ist es hier allerdings nicht, denn hier wird die Geschichte um den Lübecker Handelsmann Peer Oldendorp erzählt. Dieser ist auf der Suche nach seinem Vater Heinrich, dessen Spur sich in Novgorod verliert. Dass das Verschwinden des Vaters einen durchaus mysteriösen Hintergrund hat, merkt Oldendorp schnell, denn er zieht den Zorn des unheimlichen Wolchov auf sich.


Der Weg führt die Besucher in den Innenbereich eines Turmes, wo es überall etwas zu entdecken gibt. Die Geschichte wird durchaus lebendig erzählt, an allen Ecken und Enden finden sich unheimliche Dinge, die es zu entdecken gilt. So wird schon der Wartebereich zum Erlebnis und sorgt für Vorfreude auf das eigentliche Spektakel.



Bis zu acht Personen nehmen in einem der Wagen Platz, und kaum dass die Bügel geschlossen sind, öffnet sich die schwere Holztür und es geht hinaus in den ersten stockfinsteren Teil der Achterbahn – vorbei an dem Geist von Wolchov. Der Streckenverlauf beinhaltet zahlreiche Elemente, doch eines der spektakulärsten ist die Beschleunigung, denn der Wagen bringt es in nur 1,4 Sekunden auf 100 km/h. Und damit es im Streckenverlauf steil abwärts gehen kann, muss man eben auch recht steil nach oben – allerdings passiert das in völliger Dunkelheit.


Die Fahrt des Fluch von Novgorod ist durchaus anspruchsvoll, und die perfekt inszenierte Thematik macht diese Achterbahn zusätzlich zu einem ganz besonderen Erlebnis, dessen Magie sich wohl kaum einer entziehen kann. So mancher wird nach der Fahrt sicher ein zweites Mal den Weg zum Eingangsbereich einschlagen, denn dieser Coaster hat definitiv ein hohes Suchtpotenzial.