Heiß, heißer, Blue Fire

Bild: Europa-Park

Wenn man im Europa-Park den Themenbereich Island betritt, kann man sie nicht übersehen: die blauen Schienen, die schon von Weitem eine spektakuläre Fahrt versprechen. Gesponsert wird der Coaster von Gazprom – und jeder, der in Physik aufgepasst hat, weiß, dass die blaue Spitze einer Gasflamme heißer ist als der Rest. Daher ist der Name Blue Fire durchaus passend – denn der Megacoaster ist definitiv ein heißes Teil!

Bevor die Fahrt losgeht, sollte man im Zweifelsfall den Testsitz am Eingang nutzen, denn auch wenn das Mindestalter sieben Jahre und die Mindestgröße 1,30 m beträgt: die Bügel liegen eng an. Und das ist auch gut so, denn für das, was die Passagiere erwartet, ist ein sicherer und fester Sitz unumgänglich.


Bild: Europa-Park


Hat man den thematisierten Wartebereich hinter sich gelassen und endlich in einem der Wagen Platz genommen, geht es erst einmal entspannt los. Gemütlich zuckelt der Zug durch eine Szenerie, die an das Innere eines Kraftwerkes erinnert. Schließlich gelangen die Passagiere vor ein geschlossenes Tor. Und nun hat man noch einmal Gelegenheit zum Durchatmen, denn wenn diese sich öffnen, ist es vorbei mit der Ruhe. Innerhalb von 2,5 Sekunden beschleunigt der Zug von Null auf 100 km/h, rast durch die Kurven, lässt die Fahrgäste nicht nur im Looping für einen Moment kopfüber weiterfahren und passiert auf seinem Weg immer wieder haarscharf die Felsen. Auf der rund 1000 m langen Strecke wirken auf die Fahrgäste Kräfte von bis zu 3,8 G ein. Und wenn es nach fast zweieinhalb Minuten wieder zurück in den Bahnhof geht, dürfte für die meisten eines feststehen: Noch einmal, bitte!