Festlichkeiten und Aberglaube

Obwohl es keine einheitliche Definition des Aberglaubens gibt, bedeutet er im Allgemeinen den Glauben an übernatürliche Kräfte - wie das Schicksal -, den Wunsch, unvorhersehbare Faktoren zu beeinflussen, und die Notwendigkeit, Ungewissheit zu beseitigen. Auf diese Weise treiben also individuelle Überzeugungen und Erfahrungen den Aberglauben an, was erklärt, warum sie im Allgemeinen irrational sind und oft der aktuellen wissenschaftlichen Weisheit widersprechen.


Es ist vielleicht nicht sofort ersichtlich, dass bestimmte kulturelle Traditionen oder Feste oft auf alten Aberglauben zurückzuführen sind. Während sich der Aberglaube in der Welt unterscheidet, sind die Ursprünge manchmal sehr ähnlich, wie z.B. die Abneigung gegen bestimmte Zahlen, Farben oder Tiere.



Aberglauben beispielsweise, der sich um Zahlen dreht, gibt es weltweit im Überfluss. Die spezifischen Zahlen mögen unterschiedlich sein, aber dennoch kommt dieses Phänomen in jeder Kultur vor. So wird beispielsweise die Zahl 13 in den westlichen Kulturen weithin als Unglücksbringer betrachtet.


Viele Aberglauben entstanden aus religiösen Überzeugungen oder hat gewöhnlich zumindest religiöse Konnotationen, aber im Zeitalter der Wissenschaft scheint es, dass Aberglaube schwerer zu verlieren ist, als man sich vorstellen kann. Während es Aberglauben gibt, der negative Gedanken hervorruft, gibt es eine Vielzahl von Aberglauben, der Glück bringen soll.


Der Zusammenhang zwischen Festlichkeiten und Aberglauben ist beispielsweise in Spanien zu sehen, wo das Tomatenwerfen eines der beliebtesten Beispiele für ein Fest mit abergläubischen Wurzeln ist. In Deutschland geht man davon aus, dass die Idee, für Silvester großen Lärm zu machen, aus einem alten Wunsch oder Aberglauben stammt, um böse Geister für das neue Jahr abzuwehren. Halloween ist ein weiteres Beispiel, das weltweit bekannt ist. Die Tradition hat ihren Ursprung im alten keltischen Samhain-Fest, bei dem die Beteiligte Lagerfeuer anzündeten und Kostüme trugen, um sich der Geister zu erwehren. Im achten Jahrhundert bezeichnete Papst Gregor III. den 1. November als eine Zeit, in der alle Heiligen geehrt werden sollten. Bald übernahm Allerheiligen einige der Eigenschaften von Samhain. Der Abend davor war als Allerheiligenabend und später als Halloween bekannt. Halloween entwickelte sich langsam zu einem besonderen Tag mit Aktivitäten wie Süßes oder Saures, dem Schnitzen von Laternen, festlichen Zusammenkünften, dem Anziehen von Kostümen und dem Essen von Leckereien.

Der Valentinstag hat auch seine Wurzeln im Aberglauben. Die genaue Geschichte des Valentinstages ist unklar, aber Historiker glauben im Allgemeinen, dass er auf das heidnische, antike Fest Lupercalia zurückgeht. Lupercalia fand alljährlich zur Feier der Fruchtbarkeit statt und soll böse Geister abwehren. Das Fest erwies sich als beliebt und war auch 150 Jahre nach der Legalisierung des Christentums in Rom noch immer fruchtbar. Als Papst Gelasius im fünften Jahrhundert an die Macht kam, verbot er es jedoch, und die katholische Kirche erklärte den 14. Februar zum "Valentinstag", zu Ehren des gemarterten Heiligen Valentin.


Obwohl es nicht zu leugnen ist, dass sich die Bedeutung dieser Feste im Laufe der Zeit verändert hat, vor allem in die kommerzielle Richtung, führen sie immer noch Familie und Freunde zusammen und bringen die Menschen mit neuen Kulturen und Traditionen in Kontakt.